Der Erfolg einer Brut entscheidet sich, bevor Sie den Brüter überhaupt einschalten. Ein schlecht gelagertes Ei verliert seine Lebensfähigkeit und schlüpft nicht, selbst unter perfekten Brutbedingungen. So lagern Sie Ihre Bruteier, um möglichst viele Embryonen am Leben zu halten.

Das maximale Alter der Eier

Verwenden Sie möglichst Eier unter 7 Tage alt, denn dann ist die Befruchtung am besten. Bis zu 10 Tage ist der Schlupf noch möglich, aber die Rate sinkt nach einer Woche deutlich. Darüber hinaus fällt die Rate stark ab. Notieren Sie das Legedatum mit Bleistift auf jedem Ei, um die Reihenfolge zu verfolgen.

Die richtige Lagertemperatur

Lagern Sie die Eier bei 12 bis 15 °C, in einem kühlen, stabilen Raum, vor Sonne und Zugluft geschützt. Legen Sie sie nie in den Kühlschrank: er ist zu kalt und zu trocken, was den Embryo schädigt. Ein Keller oder ein ungeheizter Raum eignet sich gut.

Spitze nach unten und kippen

Stellen Sie die Eier mit dem dicken Ende nach oben, der Spitze nach unten: das hält die Luftkammer an ihrem Platz und den Dotter gut zentriert. Kippen oder wenden Sie die Eier mindestens einmal täglich sanft, damit der Dotter nicht an der Schale klebt. Es genügt, die Schachtel einmal auf der einen, dann auf der anderen Seite anzuheben.

Niemals waschen

Waschen Sie Bruteier nicht: Sie würden die Kutikula entfernen, die dünne natürliche Schutzschicht, die Bakterien abhält. Wählen Sie stattdessen von Anfang an saubere Eier, indem Sie die Legenester sauber halten. Ist ein Ei leicht verschmutzt, reiben Sie es trocken mit einem Tuch ab, ohne Wasser.

Die richtigen Eier auswählen

  • Mittlere, gleichmäßige Größe, weder zu groß noch zu klein
  • Normale Form, nicht rund und nicht zu spitz
  • Glatte, intakte Schale, ohne Risse oder Porosität
  • Saubere, ungewaschene Eier mit intakter Kutikula

Vor der Brut auf Raumtemperatur bringen

Nehmen Sie die Eier aus dem Lager und lassen Sie sie einige Stunden vor dem Einlegen in den Brüter sanft auf Raumtemperatur kommen. Das verhindert Kondenswasser auf der Schale und einen Temperaturschock. In der Brut wenden Sie sie mindestens 2 Mal pro Tag, idealerweise 3, bis zum Lockdown.