Hühnereier brauchen 21 Tage bis zum Schlupf. Mit einigen Schlüsselschritten wie regelmäßigem Wenden, Schieren zum richtigen Zeitpunkt und einem abschließenden Lockdown schaffst du beste Voraussetzungen für einen guten Schlupf.
Brutdauer und Bedingungen beim Huhn
Rechne mit 21 Tagen bei 37,5 °C im Motorbrüter. Die Luftfeuchte liegt die ersten 18 Tage bei etwa 45-55 % und wird im Lockdown auf 65-75 % erhöht, um den Schlupf zu erleichtern.
Das Wenden der Eier
Von Tag 1 bis Tag 18 sollten die Eier mindestens 2-mal täglich gewendet werden, idealerweise 3-mal, damit der Embryo nicht an der Schale festklebt. Eine ungerade Anzahl verhindert, dass das Ei nachts immer auf derselben Seite liegt. Automatische Wender erledigen das laufend.
Wann die Eier schieren?
Das erste Schieren erfolgt um Tag 7: Man erkennt spinnennetzartige Blutgefäße. Eine zweite Kontrolle um Tag 14 bestätigt die Entwicklung. Entferne klare (unbefruchtete) Eier oder solche mit Blutring.
Lockdown (Tag 18 bis 21)
An Tag 18 das Wenden einstellen, die Eier hinlegen und die Luftfeuchte erhöhen. Danach den Brüter möglichst nicht öffnen: Der Embryo dreht sich in Schlupfposition, und ein Feuchteabfall kann ihn an der Membran festkleben.
Der Schlupf
Um Tag 21 pickt das Küken die Luftkammer an und bricht dann die Schale. Gib ihm Zeit, denn ein Schlupf kann mehrere Stunden dauern. Nimm Küken erst heraus, wenn sie flauschig und trocken sind, ohne den Brüter zu oft zu öffnen.
Temperatur und Luftfeuchte: die richtigen Werte
Die ideale Temperatur liegt bei 37,5 °C im Motorbrüter und etwas höher (38 bis 38,5 °C) im Flächenbrüter, wo die Wärme ungleichmäßiger ist. Ein halbes Grad Abweichung über längere Zeit kann die Brut ruinieren. Die Luftfeuchte sollte bis Tag 18 bei 45 bis 55 % liegen, während des Schlupfs bei 65 bis 75 %. Der beste Indikator ist die Größe der Luftkammer beim Schieren: Sie sollte stetig wachsen.
Häufige Fehler vermeiden
Ständiges Öffnen des Brüters, ein nicht kalibriertes Thermometer, leer laufende Wasserbehälter oder zu alte Eier sind die häufigsten Fehlerquellen. Stelle den Brüter in einen Raum mit stabiler Temperatur, fern von direkter Sonne und Heizkörpern, und lass ihn vor dem Einlegen 24 Stunden zur Kontrolle laufen.
Nach dem Schlupf
Lass die Küken 12 bis 24 Stunden im Brüter trocknen, bevor du sie in die Aufzuchtbox umsetzt, die in der ersten Woche bei etwa 32 bis 35 °C gehalten wird. Biete lauwarmes Wasser und Kükenstarterfutter an. Dank des kurz vor dem Schlupf aufgenommenen Dottersacks kann ein Küken 24 bis 48 Stunden ohne Futter warten, bis die ganze Brut geschlüpft ist.