Die Naturbrut ist die einfachste und zuverlässigste Methode, um Küken auszubrüten, denn die Henne erledigt die ganze Arbeit für Sie. Wie bei der Kunstbrut schlüpfen Hühnereier nach 21 Tagen. So begleiten Sie Ihre Glucke vom Aufsitzen bis zur Ankunft der Küken.
Eine Glucke erkennen
Eine brutbereite Henne bleibt Tag und Nacht im Nest, plustert sich auf und gluckt drohend, wenn Sie sich nähern, und rupft sich manchmal Federn vom Bauch, um die Eier besser zu wärmen. Sie verlässt das Nest nur einmal täglich kurz, um zu fressen und Kot abzusetzen. Hält dieses Verhalten länger als zwei oder drei Tage an, können Sie ihr Bruteier anvertrauen.
Wie viele Eier untergelegt werden
Eine mittelgroße Henne deckt bequem etwa 10 bis 12 Hühnereier ab. Sie muss alle vollständig bedecken können: Ein Ei, das unter dem Gefieder hervorschaut, kühlt aus und entwickelt sich nicht. Verringern Sie die Zahl bei großen Eiern oder einer kleinen Zwerghenne. Legen Sie alle Eier gleichzeitig unter, damit der Schlupf gemeinsam erfolgt.
Das Nest einrichten
Setzen Sie die Glucke an einen ruhigen, dunklen Ort, getrennt von den anderen Hennen, die sonst ins selbe Nest legen oder sie stören könnten. Ein niedriges Nest, mit sauberem Stroh ausgelegt und leicht ausgehöhlt, verhindert das Wegrollen der Eier. Isolieren Sie die Mutter, damit sie das Nest nicht wechselt und ihr Gelege nicht mit frischen Eiern vermischt.
Wasser, Körner und Hygiene
Halten Sie stets sauberes Wasser und etwas Körnerfutter in der Nähe bereit, damit die Henne bei ihrem kurzen täglichen Ausflug schnell fressen kann. Sorgen Sie vor dem Aufsitzen für ein Sandbad oder eine Parasitenbehandlung, denn Milben können eine reglose Glucke auszehren. Die Henne wendet ihre Eier selbst, hier müssen Sie also nichts tun.
Das Schieren der Eier
Um den 7. und erneut um den 14. Tag können Sie die Eier abends mit einer Lampe schieren, während die Henne frisst. Ein befruchtetes Ei zeigt ein Adernetz und dann eine dunkle Masse; ein klares, weiterhin durchscheinendes Ei kann entfernt werden, damit es nicht unter der Henne verdirbt.
Schlupftag und Umsetzen
Ab dem 19. Tag stören Sie die Henne nicht mehr. Die Küken durchbrechen die Schale um den 21. Tag; lassen Sie die Mutter machen, sie hält die Nachzügler warm. Sobald das Gelege geschlüpft und trocken ist, setzen Sie Henne und Küken behutsam in einen geschützten Auslauf mit flachem Wasser und Kükenstarterfutter. Das Festhalten von Einlegedatum, Blutlinie und Schlupfzahl hilft Ihnen, Ihre Ergebnisse von Brut zu Brut zu verfolgen.